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Braucht man für Tereré eine spezielle Yerba?

Braucht man für Tereré eine spezielle Yerba?

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Paraguay kurz erklärt

Nein, du brauchst keine spezielle Tereré-Yerba. Auch normale Yerba Mate, die du für heißen Mate verwendest, lässt sich mit kaltem Wasser aufgießen. Allerdings gibt es Unterschiede beim Geschmack und bei der Verarbeitung, die du kennen solltest.

Was unterscheidet Tereré-Yerba von normaler Yerba?
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Der wichtigste Unterschied liegt häufig im Schnitt der Yerba, also darin, wie fein die Blätter und Stängel zerkleinert wurden.

Speziell für Tereré angebotene Sorten sind oft etwas gröber geschnitten und enthalten weniger feinen Staub. Das hat einen praktischen Vorteil: Die Bombilla, das Trinkröhrchen mit Sieb, verstopft nicht so leicht.

Auch der Geschmack spielt eine Rolle. Manche Yerba schmeckt heiß wunderbar, wirkt kalt aber zu mild oder entwickelt eine andere Bitterkeit. Umgekehrt kann eine Sorte, die dir kalt gut schmeckt, als heißer Mate weniger überzeugen.

Welche Yerba eignet sich für Tereré?
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Vielleicht steht bei dir schon eine Packung Yerba Mate im Schrank. Probier sie ruhig erst einmal mit kaltem Wasser – womöglich hast du damit deine Tereré-Yerba schon gefunden.

Und wenn du doch eine andere Sorte ausprobieren möchtest, hast du in Paraguay reichlich Auswahl. Die Yerba-Regale sind manchmal so lang wie anderswo die Tee- und Kaffeeregale. Bei den vielen Bezeichnungen auf den Packungen hilft eine kleine Orientierung – auch für den Onlineshop:

  • Tradicional: Klassische Yerba ohne zusätzliche Kräuter oder Aromen. Gut, wenn du den ursprünglichen Yerba-Geschmack kennenlernen möchtest.
  • Compuesta: Yerba, die bereits mit Kräutern wie Minze, Cedrón oder Boldo gemischt ist.
  • Saborizada: Aromatisierte Varianten, beispielsweise mit Zitrus- oder Minzgeschmack.

Die Bezeichnungen können sich auch überschneiden und sagen nicht automatisch aus, ob eine Yerba für Mate oder Tereré gedacht ist. Auf manchen Packungen findest du zusätzliche Hinweise wie para tereré oder para mate.

Daneben werden frische und getrocknete Kräuter sowie andere Pflanzenteile wie Rinde oder Wurzeln verwendet, einzeln oder in Mischungen. Diese Pflanzen und das Wissen um ihre traditionelle Verwendung gehören dabei zur Kultur des Pohã Ñana. So sorgt beispielsweise Minze für eine frische Note, während Boldo traditionell bei Magenbeschwerden verwendet wird.

So haben wir es auf dem Campo kennengelernt: Unser Vorarbeiter bringt bis heute fast immer eine große Packung Yerba Mate tradicional mit. Verfeinert wurde der Tereré ganz praktisch mit frischen Kräutern wie Cedrón paraguayo (Zitronenverbene), Boldo oder auch mal einer Wurzel wie Uña de Gato – je nachdem, was gerade verfügbar war.

Zwischendurch wurden dann auch verschiedene Compuesta-Mischungen ausprobiert. Die kamen aber meist von uns – und wurden dann auch getrunken. 😉

Ob diese Mischungen speziell für Tereré gedacht waren, wusste ich damals allerdings selbst nicht. Geschmeckt hat unser Tereré trotzdem immer. Und einige davon nutzen wir bis heute – warm wie kalt.

Also: Ob klassisch oder mit Kräutern – probier ruhig verschiedene Sorten aus, die dich ansprechen. So findest du mit der Zeit heraus, welche Yerba dir als Tereré am besten schmeckt.


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