Am 1. Oktober kommt Jopara auf den Tisch. Der gut gefüllte Topf soll dem gefürchteten Karai Octubre und dem drohenden Mangel etwas entgegensetzen. Bei einem Baby fällt dir vielleicht ein rotes Bändchen am Handgelenk auf. Am Palmsonntag wiederum werden kunstvoll geflochtene Palmgebinde zur Segnung getragen.
Bräuche begegnen dir in Paraguay das ganze Jahr über, bei Festen ebenso wie im Alltag. Sie bringen Familien zusammen, geben religiösen Feiern ihre vertraute Form oder drücken den Wunsch nach Glück und Schutz aus. Manche sind weithin bekannt, andere lernst du erst im persönlichen Kontakt kennen.
Welche Bräuche gepflegt werden und was sie den Menschen bedeuten, unterscheidet sich zwischen Familien, Regionen und Gemeinschaften. Hier findest du einen Überblick über typische Beispiele und die Vorstellungen, die dahinterstehen.
Quick Facts auf einen Blick
- Im Jahreslauf: Bekannte Beispiele sind Kurusu Ára am 3. Mai, San Juan rund um den 24. Juni, Carrulim am 1. August und Jopara am 1. Oktober.
- Familie und Alltag: Auch Patenschaft, Tupanói (Segensbitte), Schutzbändchen bei Babys und gemeinsame Tereré-Runden gehören zu den beschriebenen Bräuchen und Gewohnheiten.
- Volksglaube: Manche Bräuche und Gegenstände werden mit Schutz, Glück oder Unglück verbunden. Wer solche Traditionen pflegt, muss die dahinterstehenden Vorstellungen nicht unbedingt wörtlich teilen.
- Regionale Vielfalt: Arete Guasu im Chaco oder San Baltazar in Kamba Kua sind Beispiele für Bräuche, die eng mit bestimmten Gemeinschaften verbunden sind.
- Nicht automatisch ein Feiertag: Auch wenn ein Brauch einen festen Termin hat, bedeutet das nicht, dass dieser Tag gesetzlich arbeitsfrei ist.
Brauch, Volksglaube und Erzählung: Was ist der Unterschied?#
Tradition ist der weiteste dieser Begriffe. Dazu gehören Handlungen und Rituale, aber auch Wissen, Gewohnheiten und Erzählungen, die über Generationen weitergegeben werden. Ein Brauch ist ein Teil davon.
Brauch: eine wiederkehrende Handlung#
Ein Brauch ist eine Handlung, die zu einem bestimmten Anlass oder in einer bestimmten Situation wiederkehrt. Sie wird in einer Familie oder Gemeinschaft weitergegeben und hat oft eine besondere Bedeutung.
Jopara am 1. Oktober essen, an Kurusu Ára ein Kreuz schmücken oder ältere Angehörige um ihren Segen bitten sind Beispiele dafür. Der Anlass kann ein Datum, ein religiöses Fest oder eine familiäre Begegnung sein. Auch der Alltag hat seine Bräuche.
Dabei bleiben Bräuche nicht unverändert. Mit den Menschen, die sie pflegen, können sie sich wandeln oder mit der Zeit an Bedeutung verlieren.
Volksglaube: überlieferte Vorstellungen#
Beim Volksglauben geht es um überlieferte Vorstellungen über Glück, Schutz, Unglück oder übernatürliche Einflüsse. Daraus kann ein Brauch entstehen, doch nicht jede Vorstellung ist mit einer bestimmten Handlung verbunden.
Ein Beispiel ist das rote Bändchen bei einem Baby: Es soll nach dieser Vorstellung vor ojeo, dem bösen Blick, schützen. Beim Jopara gehört zum Essen die Vorstellung vom Karai Octubre und dem drohenden Mangel.
Mythen und Sagen: Erzählungen über Wesen und Ereignisse#
Mythen, Sagen und andere überlieferte Erzählungen handeln von außergewöhnlichen Wesen, Ereignissen oder Orten. In Paraguay gehören dazu Figuren wie Pombero, Jasy Jatere oder Luisón, ebenso wie Geister-, Schatz- und Landschaftsgeschichten.
Diese Geschichten gehören zur kulturellen Überlieferung. Dass jemand sie kennt oder weitererzählt, sagt noch nichts darüber aus, ob er selbst daran glaubt.
Die Grenzen sind dabei häufig fließend: Beim Jopara am 1. Oktober kommen Brauch, Volksglaube und die Erzählung vom Karai Octubre zusammen.
Bräuche im Jahresverlauf#
Viele Bräuche haben ihren festen Platz im Kalender. Das bedeutet allerdings nicht, dass überall genau an diesem Tag gefeiert wird. Manche Feste finden vor Ort an einem anderen Tag oder am Wochenende statt.
| Wann? | Brauch | Was geschieht? |
|---|---|---|
| Palmsonntag und Karwoche | Pindó karai und Chipa apo | Palmgebinde segnen lassen und gemeinsam Chipa backen |
| 3. Mai | Kurusu Ára | Kreuze schmücken, beten und Chipa teilen |
| Juni, besonders um den 24. | San Juan | Gemeinschaftsfeste mit Spielen, Essen und Aufführungen |
| 1. August | Carrulim | Mischung aus Caña, Ruda und Limón trinken |
| 1. Oktober | Jopara und Karai Octubre | Jopara kochen und essen, um dem symbolischen Mangel entgegenzutreten |
| 1. und 2. November | Todos los Santos und Día de los Fieles Difuntos | Gräber besuchen, Blumen bringen und Verstorbener gedenken |
| Dezember | Caacupé und Weihnachtszeit | Pilgern, Gelübde erfüllen und Weihnachtskrippen gestalten |
Semana Santa: Palmgebinde und gemeinsames Chipa-Backen#
Am Palmsonntag werden geflochtene Palmgebinde und kleine Palmobjekte zur Segnung gebracht. Manche bewahren sie anschließend zu Hause auf oder nehmen sie unterwegs mit. Damit verbinden sich auch Vorstellungen von Schutz.
Während der Karwoche gehört das gemeinsame Chipa-Backen, chipa apo, zu den besonders sichtbaren Familientraditionen. Beim Vorbereiten und Backen wird zugleich weitergegeben, wie die Familie ihre Chipa macht. So bleiben Wissen und Gewohnheiten über Generationen lebendig.
Mehr zu den Tagen rund um Ostern findest du im ausführlichen Artikel über Semana Santa in Paraguay.
3. Mai: Kurusu Ára und geschmückte Kreuze#
Am 3. Mai wird Kurusu Ára, der Tag des Kreuzes, begangen. Kreuze oder Kreuznischen werden mit Pflanzen, Schmuck und Chipa gestaltet. Nach den Gebeten kann das Gebäck beim sogenannten chipa po’o abgenommen und gemeinsam gegessen werden.
Falls dir die verschiedenen Namen begegnen: Kurusu Ára bezeichnet den Anlass, Kurusu Jegua das geschmückte Kreuz und chipa po’o das Abnehmen der Chipa.
Juni: San Juan zwischen Spielen, Essen und Gemeinschaft#
San-Juan-Feste gehören im paraguayischen Winter zu den auffälligsten Gemeinschaftsfesten. Der religiöse Bezugstag ist der 24. Juni. Schulen, Gemeinden, Kapellen und Vereine feiern aber auch an anderen Tagen im Juni.
Auf dem Programm stehen traditionelle Spiele wie kambuchi jejoka, das Zerschlagen eines Topfes, oder carrera vosa, das bekannte Sackhüpfen. Zu den feurigen Bräuchen gehört pelota tata, bei dem ein brennender Stoffball über den Festplatz gekickt wird.
Auch die Liebe hat rund um San Juan ihren Platz. Die überlieferten pruebas de San Juan sind kleine Liebes- und Zukunftsorakel. Aus Kerzenwachs, das in Wasser getropft wird, soll sich beispielsweise der Anfangsbuchstabe der zukünftigen Liebe erkennen lassen. Dasselbe erhofft man sich von den Rostspuren eines Messers, das in eine Bananenstaude gesteckt wurde.
Und natürlich gehört das gemeinsame Essen dazu. Einen kulinarischen Einstieg bietet unsere Sammlung der typischen San-Juan-Gerichte.
1. August: Carrulim für Glück und Schutz#
Für manche Menschen beginnt der August mit einem kleinen Glas Carrulim. Der Name setzt sich aus den Zutaten Caña, Ruda und Limón zusammen.
Mit der Mischung verbinden sich überlieferte Vorstellungen von Glück, Schutz und Reinigung. Wie Carrulim zubereitet und getrunken wird, unterscheidet sich je nach Überlieferung. Auch die Zahl der Schlucke ist nicht überall gleich.
1. Oktober: Jopara und der Karai Octubre#
Am 1. Oktober wird traditionell Jopara gegessen, ein kräftiges Gericht mit weißem Mais (Locro) und Bohnen. Dazu gehört die Vorstellung vom Karai Octubre, der für Mangel und eine Zeit knapper Vorräte steht.
Ein gut gefüllter Topf zeigt symbolisch: Im Haus ist genug vorhanden. So wird dem drohenden Mangel etwas entgegengesetzt.
Mehr über den Brauch und die Vorstellung vom knappen Oktober erfährst du im Beitrag über Jopara und Karai Octubre.
1. und 2. November: Gräber besuchen und erinnern#
Rund um Allerheiligen am 1. November und Allerseelen (Día de los Fieles Difuntos) am 2. November besuchen Angehörige Friedhöfe und bringen Blumen zu den Gräbern. Familien erinnern gemeinsam an ihre Verstorbenen und gestalten diese Tage auf ihre eigene Weise.
Dezember: Wallfahrt, Gelübde und Weihnachtskrippen#
Der 8. Dezember ist eng mit der Virgen de los Milagros de Caacupé verbunden. Schon in den Tagen davor machen sich viele Pilger auf den Weg nach Caacupé. Gebete und persönliche promesas, also Gelübde, gehören zu dieser religiösen Tradition.
In der Weihnachtszeit begegnet dir der pesebre, die Weihnachtskrippe. Familien gestalten ihre Krippen mit unterschiedlichen Materialien und Dekorationen. Typisch paraguayisch ist dabei unter anderem die Flor de coco, deren Duft für viele zur Weihnachtszeit gehört.
Wann die Krippe aufgestellt wird, entscheidet jede Familie selbst. Ein einheitliches Datum gibt es dafür nicht.
Bräuche in Familie und Alltag#
Nicht alle Bräuche sind an einen bestimmten Tag gebunden. Viele begleiten das Familienleben oder gehören zu den kleinen Gewohnheiten des Alltags. Hier findest du einige Beispiele.
Rund um Babys: das rote Bändchen#
Ein rotes Bändchen am Handgelenk eines Neugeborenen soll nach dem Volksglauben vor negativen Einflüssen oder ojeo, dem sogenannten bösen Blick, schützen. Ob ein Baby ein solches Bändchen trägt, hängt von der Familie ab.
Diese Vorstellung wurde in Paraguay unter anderem in einer Untersuchung am Kinderkrankenhaus Niños de Acosta Ñu in San Lorenzo dokumentiert.
Patenschaft: mehr als ein Termin bei der Taufe#
Die Rolle der Paten beginnt mit der Taufe und kann weit über die Zeremonie hinausreichen. Dabei entsteht auch zwischen Eltern und Paten eine soziale Verbindung, das sogenannte compadrazgo. Die Eltern sprechen die Paten als compadres beziehungsweise comadres an. Sie können zu wichtigen Bezugspersonen im Familiennetz werden.
Wie diese Verbindung im Alltag weiterlebt, sieht man immer wieder an kleinen Dingen. In Statusmeldungen wird stolz geteilt, dass man nun comadre oder compadre ist. Bei Geburtstagen und anderen Familienfeiern finden sich Danksagungen an Paten, die eine Feier für ihr Patenkind organisiert oder ihm ein besonderes Geschenk gemacht haben.
Wie eng das compadrazgo gelebt wird, hängt von der Familie ab. Sie klären individuell, ob und wie sich Paten beispielsweise an Feiern, Geschenken oder finanzieller Unterstützung beteiligen.
Tupanói: Segen und Respekt#
Mit Patenschaft und dem Respekt gegenüber älteren Familienmitgliedern hängt ein weiterer Brauch zusammen: Tupanói, die Bitte um den Segen.
Kinder oder jüngere Angehörige können Eltern, Großeltern oder Paten mit gefalteten Händen begrüßen und um ihren Segen bitten. Diese religiöse Handlung drückt zugleich Respekt gegenüber älteren oder besonders verbundenen Familienmitgliedern aus. Das Erteilen des Segens heißt jehovasa.
Auch bei uns auf dem Campo ist uns diese Begrüßung schon mehrfach begegnet. Wenn beispielsweise der Sohn eines unserer Arbeiter vorbeikam, um Essen zu bringen, begrüßte er seinen Vater zunächst mit gefalteten Händen. In dieser kurzen Begegnung kamen Begrüßung, Respekt gegenüber dem Vater und Segensbitte zusammen.
Tod und Trauer: gemeinsam beten und erinnern#
Nach einem Todesfall kommen Angehörige und Nachbarn zum gemeinsamen Gebet zusammen. Zu den überlieferten Bräuchen gehören Novenen über neun Tage und ihr besonderer Abschluss, die novena pahá. Je nach Familie gehört auch gemeinsames Essen dazu.
Gebet, Erinnerung und Gemeinschaft können Angehörige in dieser Zeit miteinander verbinden. Wie die einzelnen Tage gestaltet werden, ist unterschiedlich, doch das Zusammenkommen lässt Raum, die Trauer miteinander zu teilen.
Reliques: Schutzobjekte für Haus, Auto oder Geldbeutel#
Die geflochtenen Palmobjekte vom Palmsonntag können ihre Besitzer auch nach der Segnung im Alltag begleiten.
Solche reliques, also kleine Schutz- oder Amulettobjekte, und ähnliche Palmobjekte können bei religiösen Gegenständen wie der Bibel, im Geldbeutel oder im Auto aufbewahrt werden. Sie sollen vor Unglück oder negativen Einflüssen schützen. Größere gesegnete Gebinde finden sich auch hinter Türen oder an anderen Stellen im Haus.
Kleine Überlieferungen im Haushalt#
Manchmal steckt Volksglaube in einer ganz unscheinbaren Handlung. So ist die Vorstellung überliefert, ein umgedrehtes Glas in einer Ecke könne helfen, einen verlorenen Gegenstand wiederzufinden. Das Fegen in der Nacht wiederum wird mit Unglück in Verbindung gebracht.
An Hauseingängen, vor Geschäften oder auf Grundstücken wirst du häufig die Schwiegermutterzunge (lengua de suegra oder espada de San Jorge) sehen. Mit ihr werden Schutz vor negativen Einflüssen, Glück und Wohlstand verbunden.
Auch uns wurde hier schon erklärt, dass die Pflanze Haus und Grundstück schützen und zugleich Geld anziehen soll. Da haben wir natürlich gleich ein paar davon gepflanzt.
Solche Vorstellungen werden oft nebenbei weitergegeben. Man kennt sie aus der Familie oder hat sie irgendwann erzählt bekommen. Manche werden noch beachtet, andere eher mit einem Lächeln weitererzählt.
Promesas: ein persönliches Versprechen#
Besonders sichtbar werden promesas rund um Caacupé, doch sie sind nicht auf diesen Anlass beschränkt. Eine promesa verbindet häufig eine Bitte oder einen Dank mit einem persönlichen Versprechen.
Jemand verspricht beispielsweise, zu einem Heiligtum zu pilgern oder eine bestimmte Handlung auszuführen. Was jemand verspricht, ist eine persönliche Entscheidung. Zum Brauch gehört gerade die persönliche Verbindung zwischen Bitte, Dank und dem Einlösen des Versprechens.
Die Tereré-Runde als alltägliche Tradition#
Für manche Traditionen braucht es weder ein Fest noch einen religiösen Anlass. Eine gemeinsame Runde Tereré gehört dazu: Menschen sitzen zusammen, trinken und reden.
Dabei werden auch Gewohnheiten rund um die Zubereitung und Wissen über die verwendeten Heilkräuter (pohã ñana) weitergegeben. Der gemeinsame Moment gehört zur kulturellen Bedeutung des Tereré ebenso wie das Getränk selbst.
Mehr über diese soziale Seite und den nationalen Gedenktag findest du im Artikel zum Día Nacional del Tereré.
Regionale und gemeinschaftliche Traditionen#
Einige Feste und Bräuche sind besonders eng mit einer Region oder Gemeinschaft verbunden. Sie zeigen, wie unterschiedlich kulturelle Überlieferungen innerhalb Paraguays aussehen können.
Arete Guasu wird von Gemeinschaften des Volkes Guaraní Occidental im paraguayischen Chaco gefeiert. Masken, Tanz, Flöten und Trommeln gehören ebenso dazu wie die Maisernte und die Erinnerung an die Vorfahren.
Bei Guaykurú Ñemondé in der Compañía Minas bei Emboscada treten rund um das Fest von San Francisco Solano promeseros mit auffälligen Federkostümen und Masken auf. Gelübde und religiöse Verehrung prägen diese lokale Tradition, die innerhalb der Familien weitergegeben wird.
Rund um den 6. Januar steht San Baltazar in Kamba Kua in Fernando de la Mora im Mittelpunkt. Die afroparaguayische Gemeinschaft verehrt ihren Schutzheiligen mit Trommeln und Tanz und gibt dabei ihre eigenen kulturellen Ausdrucksformen weiter.
Diese Feste gehören zur Geschichte und zum gemeinschaftlichen Leben der Menschen, die sie feiern. In ihnen verbinden sich Bräuche mit religiösen Vorstellungen, der Erinnerung an Vorfahren und dem Weitergeben eigener Traditionen.
Wie begegnen dir diese Traditionen heute?#
Manche Bräuche fallen sofort auf. Andere bemerkst du vielleicht erst, wenn dir jemand erklärt, warum ein Palmgebinde im Auto hängt oder ein Familienmitglied mit gefalteten Händen um einen Segen bittet.
Im Alltag wird ein Brauch nicht immer als solcher bezeichnet. Oft heißt es sinngemäß: Das machen wir bei uns eben so. Im Gespräch erfährst du oft, welche Bedeutung die Handlung für die Familie hat und ob beispielsweise Religion oder Volksglaube dabei eine Rolle spielen.
Wenn dir etwas auffällt, ist eine einfache Frage ein guter Anfang: Wie macht ihr das in eurer Familie oder bei euch in der Region? Die Antwort gibt dir einen Einblick darin, wie die Menschen selbst ihren Brauch verstehen und leben.
❓ Häufige Fragen zu Bräuchen in Paraguay#
Welche typischen Bräuche gibt es in Paraguay?
Sind Jopara, Carrulim oder San Juan gesetzliche Feiertage?
Was ist der Unterschied zwischen Tradition, Brauch und Volksglaube?
Was bedeutet Tupanói?
Was bedeutet ein rotes Bändchen bei einem Baby?
Fazit#
Bräuche machen sichtbar, was Menschen miteinander verbindet und was ihnen wichtig ist: Familie, Glaube, die Erinnerung an Verstorbene oder die Hoffnung auf Glück und Schutz. Manchmal steckt das in einem großen Fest, manchmal in einer kleinen Geste, die im Alltag kaum auffällt.
Auch deshalb gehören Traditionen zum heutigen Paraguay. Sie werden weitergeführt, verändern sich oder verlieren an Bedeutung. Wer ihre Hintergründe kennt, versteht ein Stück besser, warum ein Teller Jopara, ein Palmgebinde oder eine Segensbitte mehr sein können als das, was auf den ersten Blick zu sehen ist.
Wenn du wissen möchtest, wann gesetzliche Feiertage und besondere Tage in Paraguay anstehen und was sie für den Alltag bedeuten, findest du Termine und Hintergründe in unserer Feiertagsübersicht.
Teilen & unterstützen
Ist dir einer dieser Bräuche in Paraguay schon selbst begegnet oder kennst du jemanden, der sie kennenlernen sollte? Dann gib dem Beitrag gerne ein Like und teile ihn mit anderen Paraguay-Interessierten. So helfen wir gemeinsam, Alltag und Kultur Paraguays sichtbarer zu machen.


